Zwischen gebauten und genutzten Anschlüssen klafft eine große Lücke. Nach dem Jahresbericht der Bundesnetzagentur waren Ende 2025 rund 10,4 Millionen Wohnungen und Gebäude mit Glasfaser angeschlossen (FttH und FttB), aktiv waren 6,4 Millionen. Rechnerisch waren damit rund 4 Millionen angeschlossene Einheiten nicht aktiv.
Der BREKO meldet für Juni 2026 (Verbandsangabe): 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen sind mit Glasfaser erreichbar, 7,9 Millionen Anschlüsse sind aktiv. Die Nutzungsquote (Take up) bleibt bei 27 %. Die Zahl der tatsächlich angeschlossenen Gebäude und Wohnungen wuchs im Berichtsjahr nur um 1,2 Millionen, im Vorjahreszeitraum waren es 2,1 Millionen.
Ein Teil der Lücke ist Nachfrage: Viele Haushalte halten ihren bisherigen Anschluss für ausreichend. Ein anderer Teil liegt zwischen Bau und Inbetriebnahme. In einer Umfrage von Verivox (Januar 2026) gaben 29 % der Befragten auf dem Land an, nach der Ausbauzusage länger als ein Jahr auf einen nutzbaren Anschluss gewartet zu haben, in Großstädten 19 %.
Entscheidend für jede spätere Fehlersuche ist die Dokumentation. Das Gigabitbüro des Bundes verweist auf DIN 18220: Lage, Art und Anzahl der Leitungen sind mindestens alle 20 Meter einzumessen und in einem GIS fähigen Format zu dokumentieren. Mängel sind dem Telekommunikationsunternehmen schriftlich anzuzeigen. Fehlen Unterlagen oder Messprotokolle, wird die Fehlersuche aufwendig.